Gerhard Sawatzky »Wir selbst« (Roman)

Lesung und Vortrag mit dem Herausgeber Prof. Dr. Carsten Gansel (Gießen)

»Wir selbst« erzählt von der »Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen« in den Jahren 1920 bis 1937 und somit von einer untergegangenen Welt.
Der Autor, Gerhard Sawatzky (1901–1944), arbeitete nach seinem Studium in Leningrad zuerst als Lehrer, später als Journalist und Autor in der Wolgadeutschen Republik. Im Jahr 1938 wurde er vom NKWD verhaftet und zu Zwangsarbeit verurteilt. Sein 1937 vollendeter Roman »Wir selbst« wurde verboten und vernichtet. Gerhard Sawatzky starb am 1. Dezember 1944 im Gulag in Solikamsk in Sibirien. Seiner Witwe gelang es jedoch unter dramatischen Umständen, das Urmanuskript bei der Deportation nach Sibirien zu retten. Teile des Buches wurden in den 1980er-Jahren in einer deutschsprachigen Zeitschrift in der Sowjetunion abgedruckt – allerdings bearbeitet und verändert. 2020 erschien Sawatzkys Roman im Verlag Galiani in Berlin, versehen mit einem umfangreichen Nachwort Carsten Gansels, der das Urmanuskript in Russland aufgespürt hatte.

Carsten Gansel ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption.

Hinweise zur Veranstaltung

DIE VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!

EIN NEUER TERMIN WIRD BEKANNTGEGEBEN!

Pressetext von Galiani Berlin mit weitergehenden Informationen

Sawatzky_Wir selbst_Pressetext.pdf (166,4 KiB)

Zurück