Der Philosophische Montag

Mit Dr. Gerd Grübler

Der Philosophische Montag ist ein Veranstaltungsformat der Arbeitsstelle für Lessingrezeption. In der Regel am letzten Montag des Monats werden wir gemeinsam philosophische Themen und Texte mit aktuellem Bezug vorstellen, diskutieren und weiterdenken. Die Veranstaltung möchte interaktiv sein und ausdrücklich Teilnehmer mit verschieden stark ausgeprägtem Engagement für die Veranstaltung ansprechen: Willkommen ist, wer nur zuhören möchte, wer über das Gehörte mitdiskutieren möchte, wer zur Vorbereitung Texte lesen möchte, wer selbst ein Thema vorstellen möchte. Die Bestimmung der konkreten Inhalte der Veranstaltungen erfolgt stets in Abstimmung mit den Teilnehmern, sodass ein großer Spielraum zur Mitgestaltung besteht.

Im Jahr 2026 wird die Veranstaltungsreihe unter der Überschrift Diskurs und Demokratie stattfinden. Damit eröffnen wir ein weites Spektrum von Themen der politischen und Sozialphilosophie und knüpfen damit nahtlos an die Diskussionen des letzten Jahres an.

#2 | Moderne Demokratietheorien

Die Klassiker der politischen Philosophie haben die Demokratie selten als eine wünschenswerte oder auch nur realistische Staatsform angesehen. Dennoch haben sie wichtige Impulse zum Verständnis der Vor- und Nachteile demokratischer Gemeinwesen geliefert. Ebenso fördern sie das Verständnis dafür, dass die Demokratie wie jedes andere Staatswesen auch eine Balance finden muss zwischen Freiheit und Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit, Individuum und Gemeinschaft. Im Anschluss daran werden in der kommenden Veranstaltung moderne Demokratietheorien besprochen und diskutiert werden. Die Demokratie als Volksherrschaft hat sich erst in jüngerer Zeit – und im Gegensatz zu den antiken Vorläufern – als eine Organisationsform politischer Macht in großen, bevölkerungsreichen Staaten etabliert. Dabei musste vor allem die Idee einer unmittelbaren Beteiligung aller an der Machtausübung zurückgelassen werden und auf wenige formale Akte wie Wahlen oder Volksbegehren begrenzt werden. Zudem kam es zur Entstehung einer ›politischen Klasse‹, die um die Stimmen der Wähler kämpft, woraus dem System der Verteilung und Ausübung der Macht neue Regeln und Notwendigkeiten erwachsen sind. Wie dies zu bewerten und wie damit umzugehen sei, haben politische Theoretiker vom 19. Jhd. bis in die Gegenwart hinein unterschiedlich bewertet. Dabei stehen ›realistische‹, eher deskriptive Ansätze und normative Entwürfe davon, wie Demokratie sein sollte, Seite an Seite.

Ort & Zeit

23. Februar 2026, 18 Uhr
Galerie im Sakralmuseum

Nächster Termin: 30. März 2026

Organisatorisches

Aktuelle Informationen zur Reihe werden über einen Mailverteiler versendet. Die Aufnahme in den Verteiler kann über info[at]lessingrezeption-kamenz.de angefordert werden. Auch die Onlineteilnahme ist nach Aufnahme in den Mailverteiler möglich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

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