Vom Fortbestehen. Eine Dreinrede

5. Kamenzer Rede in St. Annen mit Volker Braun

Mit anschließendem Gespräch, moderiert von Michael Hametner

Wer den Schriftsteller Volker Braun kennt, weiß, dass er kein Mann der einfachen Wahrheiten ist. Immer wieder denkt er nach über die Zeit, in der er lebt, fragt nach den Grundbedingungen der Existenz und warnt davor, dass für den eigenen Blick unwichtige außer Acht zu lassen bzw. der angelieferten Information zu vertrauen: »Der Grad der Desinformation ist ein neues Kapitel der Dialektik der Aufklärung, ein weiteres aber unser uninformiertes Handeln.« Volker Braun, Jahrgang 1939, erhielt 1981 den Lessing-Preis der DDR und im Jahr 2000 den Büchner-Preis.

Zuletzt erschien von ihm der Gedichtband »Handbuch der Unbehausten« (2016) im Suhrkamp Verlag. Seit 2014 lädt die Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in Kamenz, der Geburtsstadt Gotthold Ephraim Lessings, Autoren und Autorinnen ein, »die Gedankenwelt Lessings als Angebot für Analyse und Beantwortung gegenwärtiger Probleme und Fragen zu entdecken«. Die Reden der vergangenen Jahre hielten Friedrich Schorlemmer, Feridun Zaimoglu, Jörg Bernig und Eva Menasse.

 

Sendetermin

Die Aufzeichung der Veranstaltung vom 26. September 2018 wird am 2. Oktober 2018 um 22 Uhr von MDR Kultur in der Reihe MDR Kultur - Werkstatt ausgestrahlt.

 

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