Carsten Gansel, Birka Siwczyk (Hrsg.): Gotthold Ephraim Lessings ›Emilia Galotti‹ im Kulturraum Schule (1830–1914)

Gotthold Ephraim Lessing im kulturellen Gedächtnis - Materialien zur Rezeptionsgeschichte. Band 3

Carsten Gansel, Birka Siwczyk (Hg.) Gotthold Ephraim Lessings ›Emilia Galotti‹ im Kulturraum Schule (1830–1914)
Carsten Gansel, Birka Siwczyk (Hg.) Gotthold Ephraim Lessings ›Emilia Galotti‹ im Kulturraum Schule (1830–1914)

Gotthold Ephraim Lessing gehört seit Beginn des 19. Jahrhunderts zu jenen Autoren, die im kulturellen Gedächtnis in besonderer Weise verankert sind. Dies allerdings war nur möglich, weil es Instanzen gab, die die ›Konservierung‹ und die ›Pflege‹ der Bestände übernahmen. Im Fall von Lessing hat insbesondere die Institution Schule eine herausragende Rolle bei der Inthronisierung des Dichters im Kanon und mithin im kulturellen Gedächtnis gespielt. Erst durch individuelle Wahrnehmung, durch Wertschätzung und Aneignung in der Institution Schule wurde Lessing zu einem Kanonautor. Die Rolle des Humanistischen Gymnasiums in diesem Prozess ist bislang nur vereinzelt erfasst worden.
Dieser Band ediert Beiträge zu Lessings »Emilia Galotti« (1772). Sie geben Einblicke in die Rezeption dieses Stücks zwischen 1838 und 1904 und ermöglichen Rückschlüsse über das Verhältnis von Gymnasium und Universität. Im Mittelpunkt steht die Schulprogrammschrift, eine literaturwissenschaftlich bislang wenig beachtete Publikationsform.

1. Auflage 2015
347 Seiten gebunden
ISBN 978-3-8471-0383-7
V&R unipress
50,00 €